Samstag Abend. Hannover. Lust auf einen Absacker im Oscars.
Beeindruckend ist in der Tat die Whiskysammlung an der Wand hinter dem Tresen.
Unsere Viererrunde fand Platz gegenüber der Bar. Nun, ein Cocktail sollte es sein. Aber welcher? Leider waren alle Karten im Umlauf und Frauke, unsere charmante Bedienung, konnte die umfassenden Cocktail- bzw. Getränkekarte nicht vollständig rezitieren. Aber ihr freundlicher und zuvorkommender Service machte diesen Fauxpas mehr als wett.
Kurze Zeit später hatten wir die Qual der Wahl. Ein Tasting dieser komplexen Auswahl an Islay oder Speyside Malts? Oder doch ein Cocktail? Mai Tai? Margarita? Long Island Ice Tea? Absinth?
Absinth!
Ein Cocktail namens TNT verhieß die Sinne anzusprechen und klingen zu lassen. Eine Komposition aus Absinth, Cointreau und Rum auf Eis, garniert mit Minze und Ananas. Ein Augen- und Gaumenschmaus. Meiner mit geniessenden Begleitung war der Drink zu mächtig. Die liebe Frauke schaffte Abhilfe. Ein ordentliches Quentchen Orangensaft machte den Cocktail damenhafter.
Auf der Website des Oscars ist ein Auszug eines Raymond Chandler Romans (The Big Sleep) veröffentlicht. Philip Marlowe sinniert hier über Bars, über Sinn- und Sinnlichkeit des ersten Drinks am frühen Abend wenn die Bars zum Leben erwachen. Ich konnte es (trotz der späten Stunde) nachvollziehen.
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