Seit einigen Jahren bereits bin ich in Hannover beruflich gebunden. Selten habe ich ernsthaft in Erwägung gezogen Stadt zu mögen, Hannover als Stadt schon gar nicht. Eine Stadt ohne Lebendigkeit, ohne das pulsierende Treiben einer Metropole. So das oberflächliche Empfinden.
Vielleicht braucht alles seine Zeit. Vielleicht brauchte es auch seine Zeit Stadt zu mögen, sich darauf einzulassen. Linden z.B., Stadtteil mit Tradition und vielfältiger, internationaler Kultur.
Döhren, ein kleiner Stadtteil im Süden Hannovers, besticht mit eigenen Charme. Rund um den Fiedeler Platz findet sich in zahlreichen kleinen Geschäften nahezu alles vom Biolebensmittelladen, über Feinkost bis zur Buchhandlung und Uhrmacherwerkstatt. Der stark besuchte Spielplatz strahlt Lebendigkeit aus, untermalt von Geräuschen der unbeschwert spielenden Kinder.
Schade, dass in benachbarten Straßen keine oder nur spärliche Bepflanzung vorhanden ist. Umso mehr fällt die parkähnliche Gestaltung um den Fiedeler Platz ins Auge. Aber der Stadtpark nahe der Gilde Brauerei und der Maschsee ist nicht weit entfernt.
Gern schlendere ich, wenn die Zeit es erlaubt, am Wochenmarkt, welcher immer Freitags stattfindet, an den Verkaufsständen entlang. Beobachte die Käufer und Verkäufer beim probieren und beraten, beim tratschen und ratschen.
Ja, ich mag Hannover. Zumindest Teile davon. Das, ist immerhin schon ein Anfang.
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